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Edward de Bono:"Wir brauchen ein Ministerium fürs Denken"

Interview: Varinia Bernau
Sueddeutsche Zeitung 2009.10.15

Nicht Klimawandel oder Wirtschaftskrise, sondern unsere Art zu denken ist das größte Problem unserer Gesellschaft, behauptet der Psychologe Edward de Bono. Im Interview mit sueddeutsche.de erläutert er, warum uns Aristoteles und Platon verdorben haben und sich eine Regierung ein Ministerium fürs Nachdenken leisten sollte.

sueddeutsche.de: Herr de Bono, es heißt, Sie haben Humor. Würden Sie uns einen Ihrer Lieblingswitze erzählen?

Edward de Bono: Gern. Ein Mann, so um die 90, landet nach seinem Tod in der Hölle. Er läuft herum – und sieht plötzlich einen seiner Kumpanen, ebenfalls schon 90 Jahre alt, mit einer wunderschönen Blondine auf dem Knie. "Das kann doch nicht die Hölle sein. Du scheinst es hier doch ziemlich gut zu haben.“, sagt er zu seinem Freund. "Doch, doch“, entgegnet der. "Das hier ist die Hölle. Ich bin ihre Strafe.“

sueddeutsche.de: Logisch.